Erleichterung in HBW und BWO: Erfolgreicher Impfstart 

Auch Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung gehören laut dem Robert Koch-Institut zu den in der Corona-Pandemie besonders gefährdeten Gruppen. Dementsprechend groß war die Unsicherheit und Sorge im vergangenen Jahr im HBW und in der BWO. Nun aber gibt es gute Nachrichten: Das Land NRW hat seine Impfstrategie geändert und so kann sowohl im HBW als auch in der BWO geimpft werden.

Impfstart im HBW war am 17. Februar. Mit dem Haus Am Konradsberg war kürzlich das Wohnhaus mit dem höchsten Altersdurchschnitt des HBW an der Reihe. Als erste Bewohnerin durchlief Rosina Bremer die im Haus aufgebaute Impfstraße und erhielt den Impfstoff von BiontechPfizer. „Es tat gar nicht weh“, befand sie nach dem Stich und freute sich über den neuen Impfschutz. Alle Bewohner und Mitarbeiter über 64 Jahre erhalten den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die unter 65-Jährigen erhalten das Vakzin von AstraZeneca. Bereits in dieser Woche werden die Impfungen im HBW abgeschlossen. Insgesamt 266 Bewohner*innen, Klient*innen und Mitarbeitende, die direkten Kontakt zu den Menschen mit Behinderung haben, sind dann durch eine Impfung geschützt.

Schon in den nächsten Wochen werden mobile Impfteams auch in die BWO kommen. Somit kann auch den Menschen mit Behinderung, die in der BWO arbeiten, aber nicht in einem Wohnhaus leben, im März ein Impfangebot gemacht werden. Auch die Mitarbeiter können sich dann in der BWO impfen lassen.

Reihentestungen werden im HBW bei den Menschen mit Behinderung schon seit längerem durchgeführt. Dabei erhält das HBW seit dieser Woche Amtshilfe durch die Bundeswehr. Bis Ende März kommen die in Bonn stationierten Soldaten montags und donnerstags in Wohnhäuser und die Verwaltung des HBW, um Tests bei Mitarbeitern durchzuführen. Seit Mitte Februar können Reihentestungen auch in der BWO stattfinden. Dies war ebenfalls durch eine Änderung der Corona-Testverordnung durch das Land NRW möglich geworden.

Für die BWO und das HBW bedeuten die Reihentestungen und Impfungen viel. Sie markieren einen Lichtblick in Zeiten der permanenten Unsicherheit. „Natürlich werden weiterhin Masken getragen, Abstände eingehalten und die Hygieneverordnung umgesetzt. Aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir endlich auch noch andere Mittel gegen die Pandemie in der Hand haben“, so Kämper. 

Jeckes Treiben auf der Leinwand

In der BWO haben wir das kunterbunte Karnevalstreiben in diesem Monat schmerzlich vermisst. Natürlich gab es viele kleine, Corona-konforme Veranstaltungen, aber den echten Jecken unter uns fehlten Partys, Sitzungen und Umzüge doch sehr. Wie schön, dass da die Bilder der Kunstfalter, die wir in diesem Monat ausgesucht haben, voller Farben und Leben sind. Wenn es schon nicht wie gewohnt ein kunterbuntes Karnevalstreiben gibt, ist doch ein kunterbuntes Bild an der Wand eine gute Alternative!

Alle Bilder wurden von unseren Kunstfaltern in liebevoller Handarbeit gemalt. Produkte aus unserer Holzwerkstatt und Korbflechterei sind im nächsten Monat wieder dabei.

Der Katalog mit den aktuellen Produkten kann hier herunter geladen werden.

Wer ein Bild der Kunstfalter kaufen möchte, um sich oder einem anderen Menschen eine Freude zu machen, wendet sich an Maike Karsten aus der BWO in Morsbach-Lichtenberg:

E-Mail: mkarsten(at)bwo-wiehl.de

Tel.: 02261/6069 367 

Corona-Tests in der BWO

Ab heute werden Corona-Tests in der BWO durchgeführt. Wir von der BWO-Zeitung wollten wissen: Wie geht das und warum machen wir das? Diese Fragen hat Reporterin Selcan Werkstatt-Leiter Johannes Wester in Faulmert gestellt.

 

Selcan: Was denkst du über Corona?

 

Johannes: Corona ist eine schlimme Krankheit, die die ganze Welt betrifft.

Vielen Kranken geht es sehr schlecht.

Und auch die Leute, die nicht krank sind, leiden:

Denn durch die Vorsichts-Maßnahmen müssen wir auf viel verzichten.

Aber die Maßnahmen sind wichtig, damit alles schnell wieder normal wird.

Auch die Corona-Tests gehören zu diesen Maßnahmen.

 

Selcan: Warum machen wir in der BWO Corona-Tests?

 

Johannes: Dazu hat uns das Ministerium jetzt verpflichtet.

Das heißt: Die Politiker sagen, dass in allen Werkstätten getestet werden muss.

Und zwar einmal pro Woche.

Wir machen die Tests, weil hier so viele Menschen sind.

So können wir rausfinden, ob alle gesund sind.

 

Selcan: Wer wird getestet?

 

Johannes: Alle hauptamtlichen Mitarbeiter, alle Pfleger und Betreuungs-Kräfte und auch alle Beschäftigten, die bei ihren Eltern oder alleine wohnen.

Alle Beschäftigten, die in einem Wohn-Haus leben, werden nicht in der BWO getestet. Sondern in ihrem Wohn-Haus.

 

Selcan: Wie funktioniert der Test?

 

Johannes: Ein kleines Stäbchen wird in die Nase geschoben.

Dazu muss man den Kopf ein bisschen nach hinten legen.

In der Nase wird das Stäbchen kurz gedreht.

So kommt Flüssigkeit aus der Nase auf das Stäbchen.

Diese Flüssigkeit wird auf das Virus untersucht.

Statt in die Nase kann man das Stäbchen auch tief in den Mund schieben.

Nach 15 Minuten zeigt ein Test-Streifen an, ob man positiv oder negativ ist.

Positiv bedeutet: Man hat Corona.

 

Selcan: Was passiert, wenn jemand positiv ist?

 

Johannes: Dann fahren wir die Person sofort nach Hause.

Dort muss sie in Quarantäne.

So kann sie niemanden mehr anstecken.

Wir in der BWO müssen gucken: Wo arbeitet die Person und mit welchen Menschen hatte sie Kontakt?

Zum Beispiel in der Gruppe oder im Bus.

Diese Kontakt-Personen schreiben wir auf eine Liste.

Die Liste bekommt das Gesundheits-Amt.

Das Gesundheits-Amt entscheidet, was dann passiert.

Meistens müssen dann alle Personen, die Kontakt zu der Person mit dem positiven Corona-Test hatten, auch zu Hause bleiben.

Und sie müssen wahrscheinlich nochmal zu einem Corona-Test.

So kann man gucken: Haben sie sich angesteckt?

Erst nach der Quarantäne-Zeit dürfen alle wieder in die BWO kommen.

 

Selcan: Kannst du dir vorstellen, die Gruppen zu besuchen?

 

Johannes: Vor Corona war ich immer gerne und oft zu Besuch in den Gruppen.

Zurzeit besuche ich die Gruppen aber nicht oft.

Denn: Man kann sich mit Corona anstecken und es nicht merken.

Darum habe ich Sorge, dass ich das Virus habe, es aber nicht merke.

Dann könnte ich das Virus in die Gruppen tragen.

Darum versuche ich, nicht so viel durch die Gruppen zu laufen.

Das finde ich auch schade, aber die Sicherheit geht vor.

 

Selcan: Vielen Dank für das Interview.

Karneval für die Ohren – dem Virus zum Trotz

Auch den Karnevalspartys der BWO hat das Corona-Virus in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. So herrschte auch an Weiberfastnacht im Speisesaal der BWO in Lichtenberg Leere. Letztes Jahr hatten die Beschäftigten hier noch ein rauschendes Fest gefeiert: mit Tanz, Schunkeln, Büttenrede und einem Auftritt des Denklinger Dreigestirns. Doch ganz so kampflos, wie der leere Speisesaal auf den ersten Blick vermuten lässt, wurden die jecken Tage nicht dem Virus überlassen.

In Lichtenberg gab es statt einer Party „Karneval für die Ohren“: Mario Klein vom Pädagogischen Fachdienst hatte einen Mix aus Karnevals-Hits auf CD gebrannt. Und der wurde über die Hausanlage in alle Gruppen und Flure übertragen. Thomas Löwen übernahm die Moderation. Und auch die traditionelle Büttenrede von Mareike Leckebusch kam per Lautsprecher zu den Beschäftigten. So konnte in den Gruppen gelacht und gesungen werden – wenn auch auf Abstand.

Und natürlich hatten es sich auch viele Beschäftigte nicht nehmen lassen, im Kostüm in die BWO zu kommen. So herrschte trotz Corona ein bisschen Karnevalsstimmung – aber natürlich freuen sich alle auf die nächste, richtige Karnevals-Party. Mehr Fotos gibt es auf der Facebookseite des Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis.

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