BWO-Reporter im Einsatz: Arbeiten in der BWO zu Zeiten von Corona

Durch Corona hat sich viel verändert. Auch das Arbeiten in der BWO. Zum Beispiel gibt es viele Regeln, an die man sich halten muss. Aber wer macht diese Regeln überhaupt? Wer bestimmt, ob die BWO schließen muss oder aufbleiben darf? Und was bedeutet Corona für die Geschäfts-Leitung? Kerstin, Reporterin bei der BWO-Zeitung „Rundblick“, hat all diese Fragen Michael Bey, Gesamtleiter der BWO, gestellt.

Hier könnt ihr das gesamte Interview herunterladen. Bestimmt findet ihr hier auch Antworten auf eure Fragen zum Thema „Arbeiten in der BWO zu Zeiten von Corona“.

Die Fotos hat Rundblick-Reporterin Sandra gemacht.

Frühlingsgefühle mit Produkten aus der BWO

Endlich ist Frühling, endlich geht es nach draußen. Mit der „Getränke-Handtasche“ der BWO-Holzwerkstatt lassen sich bequem und stilvoll Getränke auf den Balkon oder die Terrasse tragen. Was man sonst noch so für einen Abend im Freien braucht, findet auf den großen Tabletts von Korbflechter Oliver Ley seinen Platz. Die farbenfrohen Nistkästen der Holzwerkstatt sind Einzelstücke – hier lohnt es sich, schnell zu sein. Und die Kunstfalter holen mit ihren aktuellen Motiven den Frühling auch ins Haus oder die Wohnung. Wie immer wurden alle Produkte von den Beschäftigten der BWO in liebevoller Handarbeit hergestellt. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern durch das neue Angebot.


Der Katalog mit den aktuellen, handgefertigten Produkten kann hier herunter geladen werden.

Wer ein Bild der Kunstfalter kaufen möchte, um sich oder einem anderen Menschen eine Freude zu machen, wendet sich an Maike Karsten aus der BWO in Morsbach-Lichtenberg:

E-Mail: mkarsten(at)bwo-wiehl.de
Tel.: 02261/6069 367 

Die Produkte der Holzwerkstatt und der Korbflechterei können nach vorheriger Terminabsprache direkt in der Werkstatt (BWO Faulmert, Faulmerter Str. 21, 51674 Wiehl-Faulmert) besichtigt und gekauft werden:

E-Mail: holzwerkstatt(at)bwo-wiehl.de oder korbflechterei(at)bwo-wiehl.de
Tel.: 02261 6069 167 oder 6069 433 

BWO: erfolgreiche Investition in die Zukunft

Trotz aller Schwierigkeiten, welche die Corona-Pandemie auch für die BWO mit sich bringt, konnte mit dem Ausbau des Standortes Bomig ein wichtiger Schritt in die Zukunft gemacht werden. Sich räumlich zu vergrößern war nötig geworden, nachdem die Küche am Standort Faulmert in den Jahren 2014/2015 ausgebaut wurde. Drei Gruppenräume, in denen zuvor Menschen mit Beeinträchtigung gearbeitet hatten, mussten Kühlhäusern und einem Trockenlager weichen. Für die entsprechenden Gruppen wurden freie Räume im Werk von KABE Labortechnik angemietet, das sich gegenüber der BWO Bomig befindet.

„Es war direkt klar, dass es sich nur um eine Notlösung handeln konnte“, erklärt BWO-Gesamtleiter Michael Bey. Denn die Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung, die in diesen Gruppen arbeiteten, mussten mehrmals pro Tag die Straße überqueren, um beispielsweise in den Speisesaal zu gelangen. Dazu war immer eine Aufsichtsperson nötig, sodass sie sich nicht frei am Standort bewegen konnten. Auch das Material musste ständig von der einen auf die andere Straßenseite transportiert werden, was die Logistik erschwerte. Rollstuhlfahrer konnten in den Gruppen überhaupt nicht arbeiten, da es neben dem Treppenhaus nur einen Lastenaufzug gab.

Nach der Prüfung aller Möglichkeiten wurde sich für eine Sanierung der ehemaligen Hallen der Firma Striko entschieden. Die Hallen kaufte die BWO bereits vor dem Ausbau der Küche in Faulmert. Schon damals erkannte man die Chance, durch die Sanierung der Hallen weiteres Wachstum zu ermöglichen. Bislang standen die Hallen aber fast ungenutzt auf dem Gelände. Lediglich ein Teil wurde von einer Produktionsgruppe genutzt. Durch die erfolgreiche Sanierung hat sich das nun geändert.


Rund 900 Quadratmeter bieten nun Platz für vier Produktionsgruppen, Büros, Sozialräume und moderne, barrierefreie sanitäre Anlagen. Energetisch wurden die Hallen auf den neusten Stand gebracht. Die großzügigen Produktionsräume bieten genügen Platz auch für großvolumige Aufträge im Bereich Verpackung- und Montage: Arbeits- und Prozessketten können gebildet werden und es gibt genug Raum für Vorrichtungen, Maschinen, Paletten und Hubwagen. Die Eingänge sind barrierefrei, sodass Rollstuhlfahrer problemlos in die Hallen fahren können. Ein Lager mit Schwerlastregalen befindet sich in unmittelbarer Nähe. So wurde die Logistik optimiert und kurze Wegezeiten garantieren effektive Produktionsprozesse ohne Leerlaufzeiten. Der zentrale Standort im Industriegebiet Bomig verfügt außerdem über eine gute Anbindung an die Autobahn. Von dieser können anliefernde LKW direkt vor die Tore der Hallen fahren, was auch die Logistik beim Be- und Entladen optimiert.

Die in den modernen Hallen beschäftigten Menschen mit Beeinträchtigung sowie die Mitarbeiter freuen sich vor allem darüber, dass sie nun direkt dem Standort Bomig angegliedert sind. Das Überqueren der Straße auf dem Weg in die Kantine entfällt. Auch räumlich ist nun wieder zusammengebracht, was zusammengehört und eine wichtige Investition in die Zukunft erfolgreich abgeschlossen.
 

Charity-Walk gegen Rassismus

Die ganze Welt ist voller Vielfalt. Das haben wir bei unserem Charity Walk „Oberberg bewegt sich gegen Rassismus“, eine Initiativveranstaltung des Caritasverbands für den Oberbergischen Kreis, auf dem Naturerlebnispfad in den Wäldern rund um Schloss Homburg erlebt. Wir, das sind die BWO Behinderten Werkstätten Oberberg GmbH, die Biologische Station Oberberg (BSO) und die Bergische Agentur für Kulturlandschaft (BAK). Zum Hintergrund: Menschen mit Handicap, die in der BWO arbeiten, wurden im Rahmen einer Kooperation zwischen BWO, BSO und BAK zu Umwelt-Assistenten qualifiziert. Seitdem unterstützen sie die Naturerlebnis-Angebote von BSO und BAK für Menschen mit Behinderung und setzen sich damit aktiv für ein inklusives Miteinander ein.

Gerne wären wir den Naturerlebnispfad mit einer größeren Gruppe gelaufen, um ein starkes Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Das war in Zeiten der Pandemie leider nicht möglich. Coronakonform wurden die Umweltassistenten und die BWO bei unserem Charity Walk daher nur durch jeweils eine Person vertreten: Umweltassistentin Franziska Steeg und Sascha Zapf, Redakteur der BWO-internen Zeitung „Rundblick“. Fachkundig begleitet wurden die beiden durch Manuela Thomas von der BAK. Im Gepäck hatten sie Becherlupen und Info-Karten zu verschiedenen Bodentieren.

So ausgerüstet, machten sich die beiden auf die Spuren unserer vielfältigen Natur – und wurden unter Ästen und Laub in den Wäldern nahe Schloss Homburg fündig: eine Schnakenlarve, einen Schnurfüßer und eine Gemeine Glanzschnecke konnten die beiden genauer „unter die Lupe“ nehmen. Als Umweltassistentin weiß Franziska Steeg: In einer Handvoll Boden wimmelt es nur so von Lebewesen. Und sie alle sind unterschiedlich. Darum ist für uns klar: Alles Leben ist Vielfalt und Vielfalt ist unsere Stärke! Bei den Kooperationspartnern BWO, BSO und BAK ist darum kein Platz für Rassismus!

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