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Pflegekinder auf einen guten Weg bringen

Referent:  Prof. Dr. Klaus Wolf

Leiter der Forschungsgruppe Pflegekinder und Pflegefamilien der Universität Siegen

Datum:  03. Mai 2017

Uhrzeit: 14:00 Uhr - 16:30 Uhr

Ort:        "Begegnungszentrum Gähnfeld", Wiehl-Oberbantenberg

 

Zertifizierung: Die Veranstaltung ist für medizinische und therapeutische Fachgruppen zertifiziert. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Kostenbeitrag: 5,00 €

 

Zum Thema:

Über 70.000 Kinder in Deutschland leben in Pflegefamilien und können – dauerhaft oder vorübergehend – nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen. Die Forschung belegt, dass die
Entwicklung von Pflegekindern nachhaltig und gut unterstützt werden kann, wenn die Rahmenbedingungen und die alltägliche Sorge den Bedürfnissen der Kinder entsprechen.

Die professionelle Gestaltung der Rahmenbedingungen korrespondiert mit den Erkenntnissen, die aus den folgenden Fragestellungen resultieren:

  • In welchem Zusammenhang sind vorliegende Entwicklungsprobleme fachwissenschaftlich zuverstehen?
  • Welchen Belastungen war das Kind ausgesetzt? Was benötigt es vor dem Hintergrund dieser Belastungen an Unterstützung?
  • Über welche Ressourcen können Pflegefamilien verfügen? Was benötigen sie dazu?
  • Welche Ressourcen außerhalb der Pflegefamilie (z. B. in der Kita) sind wichtig?


Im Rahmen der Hilfeplanung für das Kind stehen folgende Aspekte im Vordergrund:

  • Welche Ressourcen sind unverzichtbar und sollten daher zugänglich sein, um die Chancenfür Wendepunkte in ungünstigen Verläufen zu eröffnen?
  • Wie kann eine möglichst gute Passung zwischen Betreuungssetting und Kind erreicht werden?
  • Wie können Kontinuität für die Pflegekinder gesichert und vermeidbare Beziehungsabbrüche und Ortswechsel verhindert werden?
  • Wie ist eine möglichst hohe Partizipation aller Beteiligten, vor allem aber auch der Kinder, an den Entscheidungsprozessen zu sichern?


Prof. Dr. Klaus Wolf ist ein international ausgewiesener Experte der Forschungsschwerpunkte Pflegekinder/ Pflegefamilien, Familieninterventionen und Heimerziehung.
Sein Beitrag wird Impulse für die Praxis geben, um diese dort zu reflektieren und mit dem vorhandenen Erfahrungswissen abzugleichen.

Im Rahmen einer anzustrebenden Kooperation könnten wir mittelfristig daran arbeiten, diese in der Form von Qualitätsstandards in den beruflichen Alltag zu integrieren.

Hier geht es zum Flyer der Fortbildung ->